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Fachgebiete der LebensmittelchemieStandort

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Standort

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Anschrift

Technische Universität Berlin
Fakultät III
Institut für Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelchemie
FG Lebensmittelchemie und Analytik
FG Lebensmittelchemie und Toxikologie
Sekr. TIB 4/3-1
Gebäude 17A, Treppe 5, 3. Etage
Gustav-Meyer-Allee 25
13355 Berlin

Historie des Geländes

Alte AEG-Fabriken am Humboldthain

Wedding (Oranienburger Vorstadt, heute Gesundbrunnen), südlich des Volksparks Humboldthain, zwischen Brunnenstraße (Nr. 111), Gustav-Meyer-Allee, Hussitenstraße und Voltastraße

Nachdem die Räumlichkeiten in der AEG-Apparatefabrik Ackerstraße zu eng wurden, kaufte 1896 die AEG unter Leitung ihres Gründers Emil Rathenau von der Lagerhof-Terrain-Gesellschaft das Gelände des ehemaligen Berliner Viehmarktes, auf dem unter Leitung von Paul Tropp 1895/1896 die Großmaschinenfabrik entstand. Ihre Hauptmaschinenhalle umfasste eine Grundfläche von 20 675 m². Durch die Nutzung der Elektrizität konnten die Maschinen mit einem stationären Antrieb versehen werden. Pfeiler, Transmissionsriemen und Antriebsgestänge fielen weg. Eine helle und lichte Werkhalle war entstanden, in der erstmalig für die Oberlichte Drahtglas verwendet worden war. Nach dem Abriss angrenzender Mietshäuser entstand eine Fabrikstadt mit den heute noch vorhandenen Bauten: Beamtentor an der Brunnenstraße, AEG-Tunnel, alte Fabrik für Bahnmaterial, 1906/07 von Johannes Kraaz, Hochspannungsfabrik und Kleinmotorenfabrik an der Voltastraße, Montagehalle für Großmaschinen an der Hussitenstraße, neue Fabrik für Bahnmaterial an der Voltastraße und das Tor 4 an der Ecke Gustav-Meyer-Allee/Hussitenstraße, alle von Peter Behrens zwischen 1909 und 1912 errichtet. Die Umformerstation (1929/30) und das Büro- und Laborgebäude (1940/41) von Ernst Ziesel sind ebenfalls erhalten geblieben. In den AEG-Fabriken Brunnenstraße wurden im Verlaufe der Jahrzehnte fast die gesamte Produktionspalette der AEG hergestellt: von großen Elektromaschinen, Bahnmaterialien und Lampen bis hin zu Widerständen, Hochspannungsmaterialien und elektrischen Haushaltsgeräten. Zugleich bildeten diese Werke den Ausgangspunkt für Neugründungen in Berlin und in anderen Teilen Deutschlands. Ende der 50er-Jahre arbeiteten am Humboldthain rund 6 000 Menschen. In den 70er-Jahren gerieten die AEG Werke in eine Krise. 1978 wurde die kleinere Zählerfabrik in der Ackerstraße geschlossen. Zwischen 1982 und 1984 wurden die AEG-Werke Brunnenstraße geschlossen und die Produktion in andere Teile der Bundesrepublik und nach Spanien verlegt. In den Jahren 1983 bis 1984 wurden nach und nach die Großmaschinen- und Kleinmaschinenfabrik, die Bahnfabrik und die Stromrichterfabrik geschlossen. Die AEG zog sich aus dem Wedding zurück. Das Land Berlin kaufte die „Fabrikstadt“ südlich des Humboldthains. Heute befinden sich in den alten Gebäuden der Technologie und Innovationspark Berlin (TIP), Fachabteilungen der Technischen Universität Berlin und die Deutsche Welle tv. Andere Teile des Geländes wurden von der Computerfirma Siemens-Nixdorf AG und der Bankgesellschaft Berlin AG erworben. Die AEG-Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

aus Edition Luisenstadt, 2002
Stand: 07/10/2009
Berliner Bezirkslexikon, Mitte

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